Vor Kurzem hat RTL Nord unsere Arbeit begleitet und einen Beitrag über ein Thema veröffentlicht, das uns seit Jahren beschäftigt:
Warum werden Locken und Afrohaare in Deutschland bis heute nur unzureichend in der Friseurausbildung behandelt?
Diese Frage betrifft weit mehr als einzelne Friseurbesuche. Sie zeigt ein strukturelles Problem, das Auswirkungen auf Kundinnen, Friseurinnen und die gesamte Beauty-Branche hat.
Ein Thema, das viele Menschen betrifft
Menschen mit Locken und Afrohaaren erleben immer wieder ähnliche Situationen:
- Friseursalons lehnen Termine ab.
- Es fehlt an Fachwissen über unterschiedliche Haarstrukturen.
- Viele fühlen sich während des Friseurbesuchs unsicher oder nicht gut aufgehoben.
- Produkte und Dienstleistungen müssen teilweise im Ausland gesucht werden.
Dabei geht es längst nicht um eine kleine Zielgruppe.
Deutschland ist vielfältig. Unterschiedliche Haarstrukturen gehören heute selbstverständlich zu unserer Gesellschaft. Genau deshalb sollte sich diese Vielfalt auch in der Ausbildung von Friseur*innen widerspiegeln.
Was sagt die Friseurausbildung dazu?
Im Rahmen der Recherche hat RTL Nord unter anderem den Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks angefragt.
Die offizielle Aussage lautet, dass alle Haarstrukturen grundsätzlich Teil der Ausbildung seien und Ausbildungsbetriebe sowie Bundesländer individuelle Schwerpunkte setzen können.
Unsere Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Berufsschulen, Friseur*innen und Auszubildenden zeigt jedoch häufig ein anderes Bild.
Viele berichten, dass sie während ihrer Ausbildung kaum oder gar keinen praktischen Umgang mit Locken und Afrohaaren gelernt haben.
Genau hier besteht aus unserer Sicht Handlungsbedarf.
Unsere Lösung
Bei JONA curly hair care arbeiten wir nicht nur mit Endkund*innen.
Seit mehreren Jahren entwickeln wir Schulungen für:
- Berufsschulen
- Friseur*innen
- Auszubildende
- Bildungseinrichtungen
Gemeinsam mit Lehrkräften entwickeln wir Unterrichtseinheiten, vermitteln Fachwissen und unterstützen Schulen dabei, Locken und Afrohaare praxisnah in den Unterricht zu integrieren.
Unser Ziel ist es, dass angehende Friseur*innen künftig selbstverständlich lernen, mit allen Haarstrukturen professionell zu arbeiten.
Warum das auch wirtschaftlich relevant ist
Das Thema betrifft nicht nur Vielfalt und Gleichbehandlung.
Es ist auch ein wirtschaftlicher Faktor.
Wenn Friseurbetriebe Menschen mit Locken und Afrohaaren nicht bedienen können, verlieren sie potenzielle Kund*innen und verzichten auf einen wachsenden Markt.
Eine moderne Ausbildung schafft deshalb nicht nur mehr Chancengleichheit, sondern stärkt langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.
Der RTL Nord Beitrag
Wir freuen uns sehr, dass RTL Nord dieses Thema aufgegriffen und damit einer wichtigen Diskussion Sichtbarkeit gegeben hat.
Je mehr über diese Ausbildungslücke gesprochen wird, desto größer ist die Chance, nachhaltige Veränderungen anzustoßen.
Den vollständigen Beitrag könnt Ihr hier ansehen:
Unser Ausblick
Unsere Arbeit geht weiter.
Wir werden auch künftig Berufsschulen, Friseur*innen und Institutionen dabei unterstützen, Wissen über Locken und Afrohaare in die Ausbildung zu bringen.
Denn unser Ziel bleibt dasselbe:
Eine Friseurausbildung, in der alle Haarstrukturen selbstverständlich dazugehören.